Nicht geeignetGemüse

Darf mein Hund Zwiebeln essen?

Kurz gesagt

Nein. Zwiebeln sind für Hunde giftig und schädigen die roten Blutkörperchen. Das gilt roh, gekocht, gebraten und getrocknet gleichermaßen.

Warnzeichen nach der Aufnahme

  • Schwäche, schnelle Ermüdung
  • Blasse Schleimhäute
  • Beschleunigte Atmung, schneller Puls
  • Dunkler bis rötlicher Urin
  • Erbrechen und Durchfall

Was jetzt zu tun ist

Ruf sofort deinen Tierarzt oder eine Tierklinik an - auch nachts. Nimm die Verpackung mit und versuche einzuschätzen, wie viel dein Tier wann gefressen hat. Löse kein Erbrechen aus, ohne dass ein Tierarzt es dir sagt.

Warum das so ist

Die schwefelhaltigen Verbindungen der Zwiebel zerstören rote Blutkörperchen und lösen eine sogenannte Heinz-Körper-Anämie aus. Kochen oder Trocknen baut die Stoffe nicht ab - Zwiebelpulver in Fertigsoßen, Brühwürfeln, Chips oder Babygläschen ist sogar besonders konzentriert. Problematisch ist auch, dass die Symptome oft erst Tage später sichtbar werden.

Auslöser: Organosulfide

Bessere Alternativen

  • Karotte
  • Zucchini
  • Gurke

Häufige Fragen

Ab welcher Menge sind Zwiebeln für Hunde gefährlich?

In der Tiermedizin gilt etwa 0,5 Prozent des Körpergewichts als kritische Größenordnung, bei einem 10-Kilo-Hund also rund 50 Gramm. Auch kleinere Mengen über längere Zeit können sich aufsummieren, deshalb sollten Zwiebeln grundsätzlich nicht ins Futter.

Gilt das auch für Lauch, Schnittlauch und Bärlauch?

Ja. Alle Lauchgewächse enthalten dieselben Wirkstoffe. Knoblauch ist ebenfalls betroffen, wirkt aber gewichtsbezogen noch stärker.

Mein Hund hat Reste mit Zwiebelsoße gefressen - was jetzt?

Ruf den Tierarzt an und schildere Menge und Zeitpunkt. Weil die Blutbildveränderung verzögert auftritt, ist eine Kontrolle des Blutbilds nach einigen Tagen oft sinnvoll, selbst wenn der Hund zunächst munter wirkt.